Der erste Besuch bei einer Arztpraxis ist für viele Menschen mit einigen Fragen verbunden. Wo befindet sich der Eingang? Wie sieht die Praxis aus? Gibt es einen Aufzug? Wo kann ich parken? Und vor allem: Was erwartet mich, wenn ich durch die Tür gehe?
Ein Blick auf Google Maps liefert zwar die Adresse und häufig auch einige Fotos. Mit einem professionellen 360 Grad Rundgang lässt sich jedoch wesentlich mehr zeigen. Patienten können die Praxis bereits vor dem ersten Termin virtuell betreten und sich einen Eindruck von den Räumlichkeiten verschaffen.
Genau hier setzt Google Street View für Arztpraxen an. Mit professionellen 360°-Aufnahmen können Empfang, Wartebereich und weitere geeignete Bereiche einer Praxis digital dargestellt und mit Google Maps beziehungsweise dem Google Unternehmensprofil verbunden werden. Google selbst bietet die Möglichkeit, eigene 360°-Fotos auf Google Maps zu veröffentlichen. Agenturen wie Panolocal sind deutschlandweit tätig und bieten daher einen Full-Service in diesem Bereich und viele weitere Leistungen.

Warum ein virtueller Rundgang für Arztpraxen interessant ist
Bei einer Arztpraxis geht es nicht nur darum, medizinische Leistungen darzustellen. Der persönliche Eindruck spielt eine wichtige Rolle. Gerade neue Patienten möchten häufig wissen, wie die Praxis aussieht, bevor sie einen Termin vereinbaren oder zum ersten Mal vor Ort erscheinen.
Ein hochwertiger virtueller 360 Grad Rundgang kann dabei eine gewisse Unsicherheit nehmen. Wer beispielsweise bereits gesehen hat, wo sich die Anmeldung befindet und wie der Eingangsbereich aussieht, fühlt sich beim ersten persönlichen Besuch leichter zurecht.
Das kann besonders für größere Praxen oder medizinische Einrichtungen interessant sein. Mehrere Etagen, verschiedene Behandlungsbereiche oder ein etwas versteckter Eingang lassen sich mit normalen Fotos nur schwer verständlich darstellen. Eine 360°-Tour macht die räumlichen Zusammenhänge deutlich.
Auch der Charakter einer Praxis lässt sich auf diese Weise vermitteln. Eine moderne Zahnarztpraxis wirkt anders als eine orthopädische Praxis, ein Kinderarzt oder eine spezialisierte medizinische Einrichtung. Genau diese Unterschiede können in einem virtuellen Rundgang sichtbar werden.
Google Maps als erster Kontaktpunkt
Viele Patienten suchen eine Arztpraxis nicht direkt über deren Website. Stattdessen wird zunächst bei Google nach einem Facharzt, einer Praxis oder einer bestimmten Behandlungsmöglichkeit in der Nähe gesucht. Das Google Unternehmensprofil spielt dabei eine zentrale Rolle. Dort können unter anderem Adresse, Telefonnummer, Öffnungszeiten, Website sowie Fotos und Videos angezeigt werden.
Ein 360°-Rundgang erweitert diese Darstellung um eine räumliche Komponente. Interessenten sehen nicht nur, wo sich die Praxis befindet, sondern können sich virtuell darin bewegen.
Gerade bei einer Praxis in einem größeren Ärztehaus kann das hilfreich sein. Ein Foto der Fassade verrät schließlich noch nicht, in welchem Stockwerk sich die Praxis befindet oder wie der Weg vom Eingang bis zum Empfang aussieht. Der virtuelle Rundgang kann hier eine praktische Orientierungshilfe sein. So können Patienten die Praxis bereits vor dem Termin kennenlernen
Stellen wir uns einen Patienten vor, der eine neue Facharztpraxis sucht. Über Google findet er mehrere Anbieter. Bei einer Praxis sieht er lediglich ein Außenfoto und vielleicht zwei Aufnahmen des Wartezimmers. Bei einer anderen kann er sich zusätzlich virtuell durch die Räumlichkeiten bewegen.
Der Unterschied liegt nicht unbedingt in der medizinischen Qualität. Die kann ein Patient online ohnehin kaum beurteilen. Der Unterschied besteht zunächst darin, wie viel Information über die Praxis verfügbar ist. Ein Rundgang kann beispielsweise den Eingangsbereich, die Anmeldung, den Wartebereich und ausgewählte weitere Räumlichkeiten zeigen. Dadurch entsteht ein wesentlich konkreteres Bild.
Für Patienten, die zum ersten Mal in die Praxis kommen, kann auch die Orientierung eine Rolle spielen. Wo muss ich hinein? Gibt es mehrere Eingänge? Wie sieht die Rezeption aus? Wo beginnt der Wartebereich? Solche Fragen wirken auf den ersten Blick nebensächlich. Für jemanden, der eine Praxis noch nie besucht hat, können sie durchaus relevant sein.
Besonders sinnvoll bei neuen oder modernisierten Praxen
Ein virtueller Rundgang bietet sich vor allem dann an, wenn eine Praxis neu eröffnet oder umfassend modernisiert wurde. Die neuen Räumlichkeiten können direkt professionell präsentiert werden. Das gilt ebenso für Praxisumzüge. Hat eine etablierte Praxis einen neuen Standort bezogen, müssen sich bestehende Patienten zunächst an die neue Umgebung gewöhnen. Bilder und ein virtueller Rundgang können dabei helfen, den neuen Standort vorzustellen.
Auch bei größeren medizinischen Zentren kann eine solche Präsentation sinnvoll sein. Mehrere Fachbereiche, gemeinsame Empfangsbereiche oder verschiedene Wartezonen lassen sich miteinander verbinden und übersichtlich darstellen. Dabei muss nicht jeder Raum öffentlich zugänglich sein. Im Gegenteil: Bei einer medizinischen Einrichtung sollte sehr genau überlegt werden, welche Bereiche tatsächlich für die Öffentlichkeit bestimmt sind.
Datenschutz und Privatsphäre bei 360°-Aufnahmen
Bei Arztpraxen ist dieser Punkt besonders wichtig. Schließlich befinden sich in den Räumlichkeiten Patienten und möglicherweise sensible Unterlagen oder andere Informationen. Vor der Aufnahme sollte deshalb darauf geachtet werden, dass keine personenbezogenen Daten sichtbar sind. Dazu gehören beispielsweise Namen auf Unterlagen, Bildschirme, Patientenakten oder andere vertrauliche Informationen.
Auch Personen sollten bei den Aufnahmen nicht unbeabsichtigt erkennbar sein. Google weist darauf hin, dass bei 360°-Fotos der Fotograf selbst dafür verantwortlich ist, Elemente unkenntlich zu machen, die zum Schutz der Privatsphäre anderer Personen erforderlich sind.
Für eine Arztpraxis empfiehlt sich deshalb eine sorgfältige Vorbereitung des Fototermins. Die Aufnahmen sollten idealerweise zu einem Zeitpunkt stattfinden, an dem sich keine Patienten in den zu fotografierenden Bereichen befinden. Gleichzeitig werden alle sichtbaren Informationen geprüft, bevor die Bilder veröffentlicht werden.
Google weist zudem darauf hin, dass für veröffentlichte Inhalte im Unternehmensprofil die geltenden Richtlinien und gesetzlichen Vorgaben einzuhalten sind.
Ein professioneller Rundgang wirkt anders als einzelne Handyfotos
Natürlich kann eine Praxis selbst einige Fotos aufnehmen und in ihrem Google Unternehmensprofil veröffentlichen. Google empfiehlt für Unternehmensfotos unter anderem scharfe, gut ausgeleuchtete und realistische Aufnahmen. Innenaufnahmen sollen dabei einen Eindruck von Atmosphäre und Ausstattung vermitteln.
Bei einem 360 Grad Rundgang kommen allerdings weitere Anforderungen hinzu. Die Kamera muss korrekt positioniert werden, die einzelnen Aufnahmen müssen sauber miteinander verbunden sein und die Perspektive sollte möglichst natürlich wirken.
Gerade in kleinen Räumen fallen Fehler schnell auf. Schiefe Linien, dunkle Ecken oder sichtbare technische Hilfsmittel können den professionellen Eindruck beeinträchtigen. Eine hochwertige Aufnahme sollte deshalb nicht nur technisch funktionieren. Sie sollte auch zur Praxis passen.
Welche Bereiche einer Arztpraxis können gezeigt werden?
Nicht jeder Raum muss Bestandteil eines virtuellen Rundgangs sein. Häufig reichen die Bereiche, die für Patienten tatsächlich interessant sind. Der Eingangsbereich gehört in vielen Fällen dazu. Ebenso können Empfang und Wartezimmer gezeigt werden. Je nach Fachrichtung bieten sich weitere Räume an, sofern deren Darstellung aus Datenschutz- und Praxisgründen sinnvoll ist.
Eine Zahnarztpraxis könnte beispielsweise einen Einblick in einen modernen Behandlungsbereich geben. Eine Physiotherapiepraxis kann ihre Trainings- und Behandlungsräume präsentieren. Bei einer Kinderarztpraxis kann die Gestaltung des Wartezimmers einen besonderen Stellenwert haben.
Entscheidend ist, dass die Bilder einen realistischen Eindruck vermitteln. Ein virtueller Rundgang sollte nicht den Eindruck erwecken, dass eine Praxis etwas verstecken möchte, gleichzeitig muss natürlich nicht jeder medizinische oder interne Bereich öffentlich zugänglich gemacht werden.
Der virtuelle Rundgang auf der Praxis-Website
Die Verwendungsmöglichkeiten beschränken sich nicht auf Google Maps. Ein professionell erstellter 360 Grad Rundgang kann zusätzlich auf der eigenen Website eingebunden werden.
Damit lässt sich beispielsweise eine eigene Seite über die Praxisräume gestalten. Patienten können sich dort bereits vor dem Termin umsehen. Auch auf einer Seite zur Anfahrt kann ein virtueller Rundgang sinnvoll sein, wenn die Praxis schwer zu finden ist oder sich in einem größeren Gebäude befindet.
So entsteht eine Verbindung zwischen zwei wichtigen Kontaktpunkten: Google sorgt dafür, dass Patienten die Praxis finden, während die eigene Website zusätzliche Informationen und den virtuellen Rundgang bereitstellt.
Mehr Orientierung, weniger Unsicherheit
Ein Google Street View Rundgang kann keine medizinische Beratung ersetzen und soll das auch nicht. Seine Aufgabe ist eine andere: Er macht die Praxis sichtbar, bevor der Patient sie tatsächlich besucht.
Das kann einen kleinen, aber wichtigen Unterschied machen. Wer weiß, wie der Eingang aussieht, wo sich der Empfang befindet und welche Atmosphäre ihn erwartet, geht möglicherweise entspannter zum ersten Termin.
Für Arztpraxen ist ein virtueller Rundgang deshalb nicht nur ein Marketinginstrument. Er kann gleichzeitig der Orientierung dienen und einen authentischen Eindruck der Praxis vermitteln.
Gerade weil der erste Kontakt heute häufig online beginnt, lohnt es sich, auch die eigenen Räumlichkeiten professionell zu präsentieren. Google Street View beziehungsweise eigene 360°-Aufnahmen bieten dafür eine Möglichkeit, die weit über ein gewöhnliches Praxisfoto hinausgeht.












